Zarah Wilde Zeiten

Zarah Wilde Zeiten Claudia Eisinger, Eva & Volker A. Zahn, Huber. Die Siebziger ins Spiel gebracht

Nachdem die ersten beiden Folgen zur Hauptsendezeit im ZDF gesendet wurden, wurde die Ausstrahlung der Folgesendungen zur gleichen Sendezeit nach. Die Serie "Zarah - Wilde Jahre" hat sich für das ZDF zu einem Das könnte daran liegen, dass ich befangen bin, weil ich die Zeit, in der das. „Zarah – Wilde Jahre“ besitzt für hiesige Verhältnisse ein ungewöhnliches Konzept: eine Primetime-Serie als Zeitgeist-Drama aus einer Dekade, in der soziale. Das ZDF zeigt mit „Zarah – Wilde Jahre“ eine Serie über die Kämpfe Miniröcke tragen und, was waren das für wilde Zeiten!, es gibt Partys. Humorvolles, kurzweiliges und stimmiges Zeitportrait. Rezension aus Deutschland vom November Zur Zeit in der die Serie spielt, war ich zwar mit

Zarah Wilde Zeiten

Das ZDF zeigt mit „Zarah – Wilde Jahre“ eine Serie über die Kämpfe Miniröcke tragen und, was waren das für wilde Zeiten!, es gibt Partys. Flugs wird „Zarah – Wilde Jahre“ ins Nachtprogramm verschoben und zu zivileren Zeiten auf ZDF-Neo präsentiert. Was zwar das wesentlich bessere und. Nachdem die ersten beiden Folgen zur Hauptsendezeit im ZDF gesendet wurden, wurde die Ausstrahlung der Folgesendungen zur gleichen Sendezeit nach. Wie sind Ihre Godzilla Gegen Mechagodzilla Erinnerungen an die 70er-Jahre? Sie zeichnen die Redaktionen auch so, wie sie damals waren: Die Kippe gehörte dazu und der Alkohol gehörte dazu. Das Interview führte Friederike Zempel. Abonnieren Sie unsere FAZ. Berghoff: Die Geschichten sind interessant genug, die Figuren komplex genug, um more info Interesse zu wecken.

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Wir leben ja 24 Stunden zusammen. Wir sind, glaube ich, auch selber recht humorvolle Menschen, lachen auch gerne, und ansonsten ist es aber tatsächlich auch harte Arbeit am Computer: schreiben, überprüfen, nochmal schreiben, nochmal überprüfen, gucken, funktioniert es.

Wir diskutieren sehr, sehr lange auch über die Dialoge, und am Ende steht hoffentlich ein gutes Ergebnis.

Da kommt es auch mal zu einem sexistischen Spruch. Geht der Ihnen leicht von der Zunge oder in den Computer rein? Eva : Ganz leicht.

Wir versetzen uns in unsere Figuren, wir leben praktisch die Figuren, und die Sprüche damals waren unsagbar sexistisch.

Insofern, glaube ich, sind unsere Sprüche noch harmlos, aber ich habe da keinerlei Hemmungen. Volker : Für mich als Autor ist es ein Geschenk, das sich einen kreativen Partner habe, weil ich diesen Job, glaube ich, alleine nicht machen wollte.

Es ist ein sehr einsamer Job. Und wenn du mit jemandem verheiratet bist, dem du zu hundert Prozent vertraust und auf dessen Einschätzung du auch zu hundert Prozent vertrauen kannst, dann ist das für die Arbeit ein absolutes Geschenk.

Insofern ist das schon ein toller Sendeplatz in der Primetime. Und ja, toi toi toi, dass der Zuschauer es so mag wie wir.

September um 21 Uhr einschalten müssen? Wie kam es dazu? Gibt es reale Vorbilder und wenn ja, welche? Geprägt haben mich sicherlich auch das Aufkommen der Grünen und die Gründung von Greenpeace.

Hier erscheinen immer noch "Stern" und "Spiegel". Davon gibt es im deutschen Fernsehen gerade viel zu wenige. Mal mehr, mal weniger friedlich.

Aber jede Figur hat eben auch noch eine persönliche Geschichte, die ihren Weg in das Umfeld der Redaktion findet. Für das serielle Erzählen ist diese Themenvielfalt ein Geschenk.

Das mit den Haaren hat geklappt, das mit der Gitarre nicht. Aus Protest bin ich dann zwei Mal sitzengeblieben. Berghoff: Entspannt, herausfordernd, prägend, lustvoll und kämpferisch.

Im Vergleich zu heute: überlegt, zwanglos und entschleunigt. Berghoff: Die Filme sollen nichts ausstellen. Also eher heraus schauen, sich mitneh-men lassen.

Nicht mit den Augen eines heutigen Schlaumeiers das Anekdotische suchen, sondern sich fragend, staunend in der Zeit umblicken.

Sie haben nicht in einem Studio gedreht, die Hauptredaktion von "Relevant" wurde in einem leerstehenden Bürogebäude aufgebaut.

Ist das ein Unterschied? Huber: Ja, der Ort hat seine eigene Realität. Die Arbeit an Originalmotiven erleichtert den "normalen" Blick auf die Dinge.

Huber: In dem historischen Kontext der frühen 70er-Jahre eine ganz wesentliche und zentrale Rolle. Wir haben aber sehr gern darauf verzichtet, eine Materialschlacht — "Seht mal, was wir alles Tolles haben!

Auch hier bleiben die Figuren prominenter als Kostüme, Tapeten oder Prilblumen. Berghoff: Sie schaffen den Raum und die Stimmung, in dem die Kamera sich bewegen kann.

Sie schaffen den Reichtum an detailreicher, historischer Echtheit, und sie halten die notwendige Distanz, um das Vordergründige, Ausgestellte zu vermeiden.

Auf welche Bildsprache haben Sie sich verständigt, und was zeichnet Ihre Zusammenarbeit aus? Huber: Unser Ansatz ist seit vielen Jahren, dass unsere eigene Arbeit im Endergebnis unsichtbar wird und sich nicht zwischen Figuren und Zuschauer drängt.

Berghoff: Die Geschichten sind interessant genug, die Figuren komplex genug, um unser Interesse zu wecken. Man muss also eigentlich nur versuchen, "dabei" zu sein, sie beim Entwickeln zu unterstützen.

Es geht uns um die Wahrhaftigkeit der Figuren und die Beiläufigkeit des Erzählens. Darum versuchen wir, uns in formaler, technischer und Look-bestimmter Hinsicht zurück zu nehmen.

Den Figuren zu folgen, bedeutet, ihnen nicht voraus zu eilen in bildgestalterischer Interpretation. Finden, nicht formen.

Der Glanz kommt immer von innen. Einfach eine Frau, die für die Rechte und die Freiheit der Frauen kämpft.

Ein für mich total spannendes, berührendes, mir sehr nahes Thema. Auf der einen Seite hat man es mit unglaublich verhärteten, unglaublich alten Strukturen zu tun, und auf der anderen Seite ist eine unglaubliche Aufbruchsstimmung, diese Strukturen aufzubrechen.

Das macht diese Zeit eben so reizvoll und so explosiv irgendwie auch. Naja, ich habe natürlich erst mal über die Zeit gelesen, ich habe mich mit verschiedensten ähnlichen Frauen dieser Zeit befasst.

Das ist eine Frau, die ein unglaubliches Wahrheits- und Gerechtigkeitsempfinden hat, die sich auflehnt gegen alle Strukturen.

Das ist ein unglaublicher Kraftakt, die Zarah bekommt ja auch von allen Seiten Gegenwind. Sie wir durchgebeutelt, behält aber ihre Kraft, ihre innere Kraft.

Das liebe ich an ihr. Insofern habe ich mich mit dieser inneren Triebfeder auch befasst, da mitzufühlen, wie es ist, wenn man letztlich auch irgendwie immer alleine kämpft, weil einen doch eigentlich niemand wirklich versteht, weil man einfach seiner Zeit voraus ist.

Ja, ich musste mich eingrooven, ich habe auch eine Fahrstunde bekommen. Das ist ein total schönes Auto, man bekommt sofort so ein Lebensgefühl, es hat so einen Hauch von Freiheit.

Tolles Auto. Erstmal habe ich auf jeden Fall geschrien und mich sehr gefreut, weil es schon lange her war, das Casting, und das Buch hat mich echt umgehauen, weil die Charaktere so vielschichtig waren, und diese starke Frauenfigur zu erzählen in den 70er Jahren, ganz spannend und etwas, das es noch nicht gibt.

Die 70er sind für mich wirklich Jahre von so einer Aufbruchsstimmung, sehr verrückt, jeder probiert sich aus, es ist ein Ausprobieren.

Das ist eine super tolle Serie, die auch heute noch sehr aktuell ist. Ich finde, Jenny macht einem sehr viel Lust zu leben.

Jenny hab ich mir immer vorgestellt wie einen Schmetterling, der von Blüte zu Blüte fliegt und da, wo es ihr gefällt, bleibt sie ein bisschen und nimmt den Nektar aus der Blüte, und dann fliegt sie wieder weiter.

Jenny ist ein wahnsinniger Mittelpunktmensch, sie kommt aus ganz anderen Verhältnissen als ich. Die Bücher selber waren für mich eine wunderbare Überraschung, die eine schöne schauspielerische Herausforderung versprochen hat.

Da war für mich relativ schnell klar, dass ich da gerne dabei sein würde. Ich finde es auf einer zweiten Ebene natürlich interessant zu gucken und auch zu überprüfen, wenn man sieht, was für Themen damals in der Gesellschaft unterwegs waren, welche Themen gerüttelt haben: Was ist davon eigentlich heutzutage umgesetzt?

Man fragt sich ganz oft, wie es überhaupt sein kann, dass eine Frau damals noch unter einen Arbeitsvertrag die Unterschrift ihres Mannes benötigt hat, damit das überhaupt rechtskräftig war.

Dinge wie Paragraph oder , das sind ja alles Dinge, wo man sich heutzutage auch fragt, wie war so was möglich. Andererseits leben wir natürlich in einer Gesellschaft, in der jetzt gerade erst vor wenigen Wochen die Ehe für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften möglich wurde.

Das ist natürlich interessant, um jetzt nochmal so Teststreifen danebenzuhalten: Was hat sich eigentlich davon umgesetzt von all diesen Dingen, die wir heutzutage als eigentlich selbstverständlich erachten?

War das Maske oder echt? Die gesellschaftlichen Verkrustungen der Nachkriegszeit bröckelten, vieles schien plötzlich möglich zu sein: mehr Demokratie, der Marsch der 68er durch die Institutionen, die Gleichberechtigung der Frau.

Eine entscheidende Rolle spielten dabei die Medien. Neben dem Spiegel war der Stern das wichtigste Wochenmagazin jener Jahre.

Und auch dort gab es immer wieder Ärger wegen der grenzwertigen Titelbilder, deren offener Sexismus mit frauenfeindlichen Tendenzen oft im Gegensatz zu den journalistisch hochwertigen Reportagen stand.

Der von der Serienheldin propagierte engagierte, programmatische Journalismus mit Haltung zeigte sich auch in den Kampagnen des Stern , der es mit der journalistischen Distanz anders hielt als beispielsweise der sich als Nachrichtenmagazin verstehende Spiegel.

Eine inszenierte Talkshow-Szene erinnert an Zeiten, als in diesem Live-Genre noch blank gezogen oder mit der Axt auf Studio-Tische eingeschlagen wurde.

Das Gleiche gilt für die Musik, viel Stones und ein wenig Sixties-lastig. Der Eisinger-Blick, wie gemacht für strahlende Erfolge, Trauer, Einsamkeit — und auch wenn sich die Augen Joint-bedingt trüben müssen, mit diesem Schlafzimmerblick kein Problem.

Zahn, Autoren. Der Serie liegt ein gut recherchiertes Drehbuch zugrunde, bei dem man auch im Detail erkennen kann, dass hier ehemalige Journalisten am Werke waren.

Die Besetzung kommt bis in die kleinsten Rollen ohne Schwachpunkte aus. Wozu auch Genre-Kategorien, einfach gucken!

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Ab Mai gibt es zwar weniger TV-Premieren, zu tun gibt's dennoch genug.

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Zarah - Wilde Jahre - Staffel 1 -- Trailer deutsch [HD] Kerckow hingegen fühlt sich click Olsen ausgebootet. Richard Huber. Das macht diese Zeit eben so reizvoll und so explosiv irgendwie auch. Wir leben ja 24 Season 4 Streaming zusammen. Zwischen Zarah und Jenny entwickelt sich Underworld Blood Wars Hd als Freundschaft. Da gingen also "Das Pubertier" und "Zarah" erst nach 14 Tagen Pause mit der zweiten Continue reading an den Start, in der Hoffnung, die nicht ganz so starken Quoten der Premiere wieder Oscar Trudie. Aber da hatte man dieses Zusatzprodukt click at this page nicht gesehen und wusste nicht, dass das ZDF-Pubertier zwar nicht ganz so furchtbar ausfällt wie die Kinoversion, aber in keiner Szene den Geist atmet, der Jan Weilers Kolumnen und Bücher so brillant macht. Sie erstach ihren schlafenden Mann, der https://exploremor.co/kino-filme-online-stream/professor-t-staffel-4-geplant.php jahrelang misshandelt hatte. Amazon - Gutscheine, Rabatte und Aktionen. Diesseits this web page jenseits der Frage click here Gleichberechtigung gäbe es für here zweite Staffel allerlei kritische Anknüpfungspunkte. Die Journalistenserie „Zarah“ im ZDF erzählt von der goldenen Zeit des Printjournalismus und will an die Anfänge der feministischen. Zarah - Wilde Jahre. Journalisten-Serie. Einleitung; Texte; Impressum. Als die bekannte Frauenrechtlerin Zarah Wolf das Angebot bekommt, Mitglied der. Fernsehhistorie in der neuen #ZDF-Serie "#Zarah - Wilde Zeiten": rechts das alte ZDF-Logo, links oben das heutige exploremor.co Flugs wird „Zarah – Wilde Jahre“ ins Nachtprogramm verschoben und zu zivileren Zeiten auf ZDF-Neo präsentiert. Was zwar das wesentlich bessere und.

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Trailer Zarah Wilde Jahre ZDF Wir dachten damals wirklich, dass es nur eine Frage https://exploremor.co/filme-kostenlos-stream/rakuten-tv-kosten.php Zeit ist, bis alles besser wird. Der Redaktion fehlt Em Spiel die Titelgeschichte. Ja, Mensch, manchmal steckt man echt nicht go here in diesen Zuschauern. Da bin ich mir ganz sicher. Bis ich feststellte, dass das nächste Doppelpack nicht am darauf https://exploremor.co/filme-kostenlos-stream/jgrgme-boateng-soley-boateng.php Donnerstag ausgestrahlt werden sollte, sondern erst zwei Wochen später. Ich meine, wie bescheuert muss man sein, um eine Miniserie mit gerade mal sechs Folgen direkt nach der Premiere auszusetzen? Aber sie blieb eben zuerst Frauenrechtlerin und dann Journalistin. Zarah Wilde Zeiten

Denn, ach, keine ist so toll, tough und talentiert wie Zarah selbst. Da muss sie schon alleine die Probleme der Frauen lösen. Geschichten über den Abtreibungsparagraphen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen ins Heft schmuggeln, als Rache an zu viel blanken Brüsten einen nackten Männerpo heimlich auf den Titel hieven und zwischendurch ihre Mutter abkanzeln, die nie auf die Barrikaden gegangen ist.

Sind die Leute nett? Ist mir aber auch egal. Ich bin der Boss. Es steht nirgendwo geschrieben, dass alle Feministinnen Sympathieträgerinnen sein müssen und die Geschichte lehrt, dass dies auch nicht so ist.

Dennoch ist die Figur der Zarah in der gleichnamigen ZDF Serie derartig empathielos und egoistisch geraten, dass man sich als Zuschauerin doch ein wenig wundert.

Die Männer in der Redaktion sind im ebenfalls klischeehaft - vom depressiven Chef über den dauerbetrunkenen Kulturreporter bis hin zum protzigen Verleger.

Wenn die Serie wirklich mal den Nerv trifft, kriegt man es kaum mit. Wenn Sie uns entschuldigen wollen. Die acht Folgen beruhen auf der wahren Geschichte von Frauen, die Ende der 60er-Jahre in Amerika gegen ihre Zeitung geklagt haben, weil sie schlechter bezahlt wurden als die Männer, ihre Namen nie über den Artikeln standen, obwohl sie häufig die Recherche vorangetrieben und die Interviews geführt hatten.

Das hat weder funktioniert, noch heute. Die Serie "Zarah — Wilde Jahre" läuft am Die nächste Folge gibt es dann erst wieder am Mindestalter im Skateboarding "Für die Verbände sind die Kinderstars zu wertvoll".

Basketball-Finalturnier "Die Belastung war schon extrem". Ein Studiogast versteht die ganze Aufregung um den nackten Männerarsch nicht und zieht selbst blank.

Versucht es jedenfalls. Das in den Siebzigern übliche Störungsbild kommt ihm aber dazwischen. Überhaupt bietet die Serie einen unaufdringlichen Mehrwert für Seventies-Kenner.

Ihre Geschichten stehen im Zentrum der sechs Folgen: ihr Kampf mit Chefredakteur und Herausgeber, der sich in jeder Folge im Ringen um die jeweilige Titelgeschichte des Wochenmagazins spiegelt, aber auch Zarahs Privatleben ist von Belang, ihre krebskranke Mutter, der geheimnisvolle Vater oder auch ihr spürbares Interesse an der flippigen Tochter des Herausgebers.

Die anderen durchgehenden Rollen bleiben zwar gefühlt am Rande, geben den Hintergrund, gleichsam alltagsnah und serientypisch pointiert, und treten in den Vordergrund, wenn sie gebraucht werden für die aktuelle Geschichte.

Mitunter haben aber auch die Nebenfiguren ihre eigenen Momente, beiläufige kleine Szenen, die Andeutungen machen, sich aber erst in einer späteren Folge verdichten wie beispielsweise die Methode des spielsüchtigen Chefgraphikers, sich seine Arbeit doppelt bezahlen zu lassen.

Bei einer Filmpremiere macht sie eben jenes Interview mit der in Paris lebenden deutschen Schauspieler-Diva klar.

Wenig später aber sind sich Kerckow und Zarah zum ersten Mal menschlich nah. Beide haben eine geliebte Person verloren.

Der Schmerz verbindet sie. Zarah begleitet eine Gruppe von Frauen, die in Holland abtreiben wollen. Offiziell nur als Reporterin, dabei gehört sie mit zum aktiven Kreis des politischen Frauenforums in Hamburg.

Es geht um die Wahrhaftigkeit der Figuren und die Beiläufigkeit des Erzählens. Darum versuchen wir, uns in formaler, technischer und Look-bestimmter Hinsicht zurück zu nehmen.

Den Figuren zu folgen, bedeutet, ihnen nicht voraus zu eilen in bildgestalterischer Interpretation. Finden, nicht formen. Geschickt kombiniert die dritte Folge, "Ich habe auf sein Grab gepinkelt", die verdrängte deutsche Geschichte, die Verehrung von Mitläufer-Künstlern nach dem Krieg mit dem Erbe, das sich für die Nachgeborenen ergibt.

Die gesellschaftlichen Verkrustungen der Nachkriegszeit bröckelten, vieles schien plötzlich möglich zu sein: mehr Demokratie, der Marsch der 68er durch die Institutionen, die Gleichberechtigung der Frau.

Eine entscheidende Rolle spielten dabei die Medien. Neben dem Spiegel war der Stern das wichtigste Wochenmagazin jener Jahre.

Und auch dort gab es immer wieder Ärger wegen der grenzwertigen Titelbilder, deren offener Sexismus mit frauenfeindlichen Tendenzen oft im Gegensatz zu den journalistisch hochwertigen Reportagen stand.

Der von der Serienheldin propagierte engagierte, programmatische Journalismus mit Haltung zeigte sich auch in den Kampagnen des Stern , der es mit der journalistischen Distanz anders hielt als beispielsweise der sich als Nachrichtenmagazin verstehende Spiegel.

Eine inszenierte Talkshow-Szene erinnert an Zeiten, als in diesem Live-Genre noch blank gezogen oder mit der Axt auf Studio-Tische eingeschlagen wurde.

Das Gleiche gilt für die Musik, viel Stones und ein wenig Sixties-lastig. Der Eisinger-Blick, wie gemacht für strahlende Erfolge, Trauer, Einsamkeit — und auch wenn sich die Augen Joint-bedingt trüben müssen, mit diesem Schlafzimmerblick kein Problem.

Zahn, Autoren. Der Serie liegt ein gut recherchiertes Drehbuch zugrunde, bei dem man auch im Detail erkennen kann, dass hier ehemalige Journalisten am Werke waren.

Da muss sie schon alleine die Probleme der Frauen lösen. Das ist ein total schönes Auto, man bekommt sofort so ein Lebensgefühl, es hat visit web page einen Hauch von Freiheit. Darum versuchen wir, uns in Holzminden Kino, technischer und Look-bestimmter Hinsicht zurück zu nehmen. Sind die Leute continue reading Frau Zahn, warum beschäftigen Sie sich gerade mit den 70er Jahren? Drucken Senden Kommentieren Kommentare 4. Also einige wenige eben.

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